Bad Driburg. Im Rahmen einer Vortragsreihe der Schlaganfall Selbsthilfegruppe Bad Driburg hielt der Chefarzt der Kardiologie im Krankenhaus von Bad Driburg, Dr. Detlef Michael Ringbeck, einen Vortrag über die Herzerkrankung „Vorhofflimmern“. Die Veranstaltung fand in einem Vortragsraum der Vital-Klinik Dreizehnlinden in Bad Driburg statt, der die mehr als 45 Teilnehmer nur schwer fassen konnte.

Der Gruppensprecher der Selbsthilfegruppe Martin Viertmann begrüßte Dr. Ringbeck, den Chefarzt der Klinik Dreizehnlinden, Dr. Harald Bennefeld, sowie die zahlreichen Interessenten aus Bad Driburg und den angrenzenden Städten herzlich und wünschte allen ein gutes Gelingen. Bevor die Veranstaltung begann, wurde den Teilnehmern eine Präsentation über das Problem „Schlaganfall“ gezeigt, der ja oft die Folge eines nicht erkannten Vorhofflimmerns sein kann. 

Dr. Ringbeck machte den Besuchern anhand von anschaulichen Bildern die Fehlfunktion des Herzens deutlich. Kommt der impulsgebende Sinusknoten aus dem Rhythmus (Flimmern), so werden die Kontraktionen der Herzkammern so schwach, dass sie ihre Pumpleistung nicht mehr erbringen können. Der Puls ist außerordentlich hoch und der Blutdruck bricht quasi zusammen. Das ist ein bedrohlicher Zustand, der schnellstens behoben werden muss. Das gelingt meist mit Medikamenten, aber nicht immer. Wenn es nicht gelingt, den Rhythmus zu normalisieren, dann kommt der DEFI  (Defibrillator) zum Einsatz, der unter Narkose den Herzrhythmus wieder herstellt.

Viele Menschen müssen mit dem Vorhofflimmern leben, es lässt sich auch damit leben. Jedoch ist dringend geboten, in einem solchen Falle die blutverdünnenden Medikamente ständig einzunehmen, weil das Vorhofflimmern zu einem Verklumpen des Blutes im Vorhof führen kann. Diese Situation ist oftmals der Grund für einen Schlaganfall. Daher ist es unabdingbar, die Blutverdünnung nicht zu vernachlässigen. Ein weiteres kann über eine angepasste Ernährung wie auch über eine Stabilisierung des Blutkreislaufes durch Bewegung erreicht werden.

An den Vortrag schloss sich noch ein Fragekomplex der Zuhörer an, der die Interessen über Blutdruck, Arteriosklerose, Medikamentierung bei Herz-Kreislauferkrankungen sowie Ernährungsfragen abdeckte. Aufgrund der regen Beteiligung der Bürger war die Zeit soweit fortgeschritten, dass es zeitlich nicht mehr zu dem geplanten Vortrag über das Thema „Bewegung ist der Weg zur Gesundheit“ reichte. Dieses Thema wird zu einem anderen Termin nachgeholt werden.