Hinweis: Bei Nennungen von Personen gelten diese Bezeichnungen immer für alle Geschlechter!

 

Verehrte Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Bad Driburg wurde am 22.06.2017 unter Anleitung des Chefarztes der Neurologie im Klinikum "Dreizehnlinden" in Bad Driburg, Dr. Harald Bennefeld, durch den heute noch tätigen Gruppensprecher Martin Viertmann gegründet.

Ziel war es, den Schlaganfall-Patienten ein Hilfe anzudienen, mit der neuen gesundheitlichen Konfrontation zurechtzukommen. Je nach Schwere der Erkrankung tauchen viele Fragen und Probleme auf, die vom Patienten wie auch von den Angehörigen bewältigt werden müssen. Hinzu kommen Depressionen, die erhebliche Spuren hinterlassen. Obwohl die beteiligten Ärzte alles Notwendige unternehmen, dem Patienten die notwendige Unterstützung angedeihen zulassen, bleiben aus Zeitmangel oftmals viele Fragen unausgesprochen. Hier ist die Selbsthilfegruppe eine nützliche Alternative, Defizite auszugleichen.

Die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Bad Driburg begann mit 11 Mitgliedern, steigerte sich in diesen 5 Jahren auf maximal 17 Personen und besteht heute aus 15 Personen. In der Vergangenheit wurden ca. 40 Vorträge zu diversen Fachthemen aus dem Bereich der Gesundheit abgehalten. Ein Teil dieser Leistungen wurde von Fachärzten erbracht, die anderen hatte sich der Gruppensprecher erarbeitet, indem er per Präsentationstechnik Fachbegriffe erläuterte und fachlich fundierte Filme vortrug. Ziel dieser Vorträge war es, den Mitgliedern durch Wissensvermittlung das Verständnis über die gesundheitlichen Risiken zu vermitteln, damit dieses Wissen dann jeder in seinem häuslichen Umfeld umsetzen konnte, wenn er denn wollte. Ohne dieses Wissen kann man die gesundheitlichen Risiken nicht minimieren. Dieses Verhalten der Menschen nennt man "Gesundheitskompetenz", die den meisten Bürgern nur unzureichend bekannt ist.

Neben der Wissensvermittlung beseht die Aufgabe der Selbsthilegruppe aber auch in der Pflege der Geselligkeit. Schlaganfallpatienten werden schnell zu Einzelgängern, die sich wie eine Schnecke in ihr Haus verkriechen. Hier gilt es, durch Geselligkeit den Lebensmut wieder zu wecken, zu Aktivitäten aufzufordern und Freude am Leben zu vermitteln.

Weiterhin sieht die Selbsthilfegruppe ihr Arbeit darin, den Mitgliedern notwendige Informationen an die Hand zu geben, so dass sie zu Hause nachlesen können, was in Zukunft für den Erhalt ihrer Gesundheit wichtig ist. Dieser drucktechnische Aufwand ist dringend notwendig, weil durch die Vorträge immer nur ein Anreiz gesetzt werden kann, aktiv zu werden. Schließlich ist alles - wie der Name schon sagt - Hilfe zur Selbsthilfe.

Der vorsitzende Gruppensprecher Martin Viertmann hat mit seinen 85 Jahren ein Alter erreicht, das Spuren hinterlässt, so dass es nun Zeit wird, den Vorsitz abzugeben. Es wäre sehr wünschenswert, wenn sich in kürzester Zeit neue Mitglieder finden würden, denen eine solche Ehrenamtsaufgabe Freude bereiten würde. Damit würde auch die Möglichkeit geschaffen, in der Selbsthilfegruppe neue Wege zu beschreiten. Die Selbsthilfegruppe ist technisch gut ausgestattet. Es liegt eine Fülle von Fachdaten vor, so dass man stets aus dem Vollen an Informationen schöpfen kann. Wissen bedeutet in diesem Fall Prävention zur Vermeidung eines weiteren oder neuen Schlaganfalls. Kommen Sie zu uns als Gast zum Kennnenlernen und wenn Ihnen die Truppe gefällt als neues Mitglied.

Ihr

Martin Viertmann